Wenn Kunst Unternehmen das Denken beibringt

Ein neues Buch fragt, was passiert, wenn Wirtschaft und Kunst aufhören, übereinander zu reden – und anfangen, miteinander zu denken.

Mehr als ein Kreativitäts-Booster

Unternehmen suchen in unsicheren Zeiten oft Halt in vertrauten Kontroll- und Steuerungsmustern. Genau dort setzt das am 9. Juni 2026 im Murmann Verlag erschienene Buch Art&B. Das Festival für neues Denken in Wirtschaft und Kunst an. Herausgegeben von Martin Schwemmle, Hellen Gross und dem Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, argumentiert der Band: Zukunftsfähigkeit entsteht nicht allein durch Optimierung und Effizienz – sondern durch die Begegnung mit anderen Denklogiken. Kunst wird dabei nicht als dekoratives Innovationsversprechen verstanden, sondern als echtes Gegenüber: ein Erfahrungsraum, der Offenheit, Ambivalenz und Widerspruch zulässt.

Vielstimmig statt Best Practice

Formal folgt das Buch seiner eigenen These: Statt klassischer Erfolgsrezepte entsteht ein vielstimmiger Resonanzraum – konzipiert wie ein Festival, strukturiert entlang der Themen Freiheit, Kraft und Dynamik. Beiträge kommen unter anderem von Lufthansa-Aufsichtsrat Alexis von Hoensbroech, Ökonom Otto Scharmer, Max-Planck-Direktorin Melanie Wald-Fuhrmann sowie den Autoren Armin Nassehi und Carsten Brosda. Die zentrale Frage zieht sich durch alle Perspektiven: Wie entsteht Zukunft dort, wo keine Seite die Antwort schon kennt?